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Archive for April, 2008

28.04.2008

Unser Morgenspaziergang fiel heute buchstäblich ins Wasser. Wir waren gerade eine Viertelstunde unterwegs, also schon mitten im Wald, als es anfing wie aus Kübeln zu gießen. Zunächst dachte ich noch: ok, jetzt sind wir eh nass, da können wir auch einfach weitergehen - es wird schon gleich wieder aufhören. Denkste! Kein Ende in Sicht, also Abkürzung und dennoch: wir waren TOTAL durchgeweicht und trieften. Nicht mal Kibu hatte noch Lust, weiterzugehen. Beim Auto angelangt hatte ich die Heckklappe noch nicht ganz auf, da war er schon drin und schüttelte sich, ein ums andere Mal - super… :-(.

Unglaublich, wie schwer so’ne triefnasse Jeans wird - würde sie nicht so dermaßen an den Beinen kleben, dann würd man sie glatt verlieren - sie würde an Ort und Stelle zusammenbrechen während man einfach aus ihr rausliefe… . Dabei lief mir das Wasser auch noch in Strömen das Gesicht runter und ich konnte fast nichts mehr sehen - alles in allem: klasse Gefühl.

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Ridgeback Phobien

Author: Ridgeback
24.04.2008

Aus familiärem Anlass hat es ein paar Tage gedauert bis ich mich hier nun wieder melde.

Kibu geht’s gut - allerdings das neuste: er mag die Treppe kaum mehr runter gehen. Wir wohnen im 1.OG und er hat 15 Stufen zu bewältigen - solange Tonka noch vor ihm herging war das kaum ein Problem aber seitdem er da allein, sozusagen freihändig, runter muß ist er leicht verunsichert. Es reichen Kleinigkeiten, um ihn vollends aus dem Takt zu bringen: ein Putzeimer, der unten an der Treppe steht / Nachbarn im Hausflur / unerwartete Geräusche und auch Dinge, die nur er bemerkt. So auch heute morgen - es ging gar nicht mehr, nichts zu machen. Eine Viertelstunde habe ich es versucht - zuletzt stand er zitternd vor der Wohnungstür und ich war schweißgebadet… . Also erst mal wieder in die Wohnung - abwarten, noch’n Kaffee für mich und ‘n Schluck Wasser für Kibu. Eine Stunde später - das Mindestmass für einen sturen Ridgeback-Schädel - neuer Versuch und siehe da: kein Problem. Vermutlich mußte er inzwischen auch recht dringend… . Bleibt nur zu hoffen, daß das nicht zur Gewohnheit wird. Außerdem ist er ja bereits 8 Jahre und somit nicht mehr der Jüngste - auch das macht mir langsam Sorgen wenn ich an diese Treppe denke.

Jedenfalls: Ridgebacks sind echte Dickschädel, im guten wie im schlechten Sinne. Wen sie einmal in ihr Herz geschlossen haben, der ist für immer drin - auch, wenn man ihn/sie erst Jahre später wieder sieht. Wo man einmal was leckeres zum Fressen gefunden hat, da gibt’s bestimmt irgendwann mal wieder was - nachgeguckt wird immer.  Und wenn man einmal eine nette kleine Phobie entwickelt hat dann behält man die auch eine gute Weile - auch, wenn es NIE einen wirklichen Anlass dafür gegeben hat - man weiß es einfach besser - basta! So hatte Kibu bspw. jahrelang Angst vor dem Geräusch des Toasters und das nicht etwa seit seiner Geburt sondern ganz plötzlich, irgendwann, einfach so. Jedesmal wenn der Toast runtergedrückt wurde fing er an zu zittern und bis die Toastscheiben dann wieder hochsprangen saß er sabbelnd und bebend in die hinterste Raumecke gezwängt. Danach war er für einen halben Tag fertig mit der Welt und schlief - unglaublich, oder? Wir haben den Toaster dann irgendwann in den Keller gebracht und jahrelang auf Toast verzichtet. Als wir es dann wieder versuchten war alles beim alten: zittern, hecheln, sabbeln, schlottern. Erst als ich auf die Idee kam, ihm jedesmal etwas von der getoasteten Scheibe abzugeben hörte es auf. Seitdem ist das Toasten kein Problem mehr.  Letztes Jahr dann, wie schon vor einer Weile erwähnt, Schuss- und Knallgeräusche - auch aus heiterem Himmel, von jetzt auf gleich. Und jetzt also die Treppe… allerdings hat er mit der auch wirklich schon schlechte Erfahrungen gemacht wenn er zu hastig runtergerannt ist. Das Problem an dieser Stelle: Kibu wiegt 43 Kilo - den trägt man nicht so leicht die Treppe runter und er mag auch nicht getragen werden, schon gar nicht, wenn er vor Angst nur noch Reißaus nehmen möchte.

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Stöckchen

Author: Ridgeback
17.04.2008

StöckchenprinzKibu hatte sich nachhaltig ein wenig den Magen vertan - nach 2 Hähnchen und einer Tüte Reis werde ich ihn ab heute mittag wieder auf Trockenfutter umstellen. Ansonsten geht’s ihm aber prima und wir haben ein paar schöne, sonnige Spaziergänge gemacht. Dennoch: die Aussentemperatur ist zum K… - letztes Jahr um diese Zeit hatten wir an die 30°C - kaum vorstellbar.

Heute morgen haben wir eine Schäferhündin mit Stöckchen getroffen. Das konnte Kibu, seines Zeichens “Stöckchenprinz”, natürlich so nicht auf sich sitzen lassen. Er also direkt hin und all seinen Charme eingesetzt aber Madame war wenig begeistert, verbellte ihn und zog auch mal ein wenig die Lefzen hoch, um da erst gar keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Kibu, der ähnliches Gezicke noch von Tonka kennt, setzte sofort sein OK-Dann-Eben-Nicht Gesicht auf, kam zu mir und drückte sich an mich - kleine Schissebuxe. Madame hat dann ihr Stöckchen geschnappt und ist ohne weitere Worte abgedampft. Schade. Sie hat, laut ihrem Herrchen, eine Vorliebe für mittelgroße, glatte Stöckchen, also ohne Rinde, und mit einem Knick in der Mitte und genau um solch eines handelte es sich hier und den hatte sie nun auch fast schon erfolgreich bis zum Auto zurück getragen. Kein Wunder, da kann der Typ noch so charmant sein - man muß Prioritäten setzen… .

Kibu liebt alle Stöckchen - vielleicht besonders die großen, mit denen man am besten prunzen und die man den Dosenöffnern im Vorbeilaufen so prima in die Kniekehlen rammen kann - wunderbar. Und natürlich ist auch wichtig, daß man einen Dosenöffner dazu gekriegt hat, es auszusuchen, abzubrechen und zu werfen. Apportieren ist was für phantasielose, unselbständige und zwanghafte Fellroboter. Eine Weile durch die Gegend tragen, sich einen schönen Platz suchen und dann: hinlegen und das Stöckchen sorgfältig kaputt machen - das ist die Königsdisziplin.

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Kein guter Tag

Author: Ridgeback
15.04.2008

Heute morgen hatte Kibu Stress weil ich mit einem Bekannten zusammen Gassi gegangen bin und er nicht wie sonst meine ganze Aufmerksamkeit hatte. Er hat mit einigen Mitteln die Aufmerksamkeit auf sich lenken wollen u.a. damit, den Rudelneuling rammeln zu wollen. Das war natürlich nicht so toll für mich und so hatte ich dann auch Stress… .

Nachmittags hat er dann sein “Mittagessen” komplett in zwei Etappen ausgekotzt  - also habe ich ihm Huhn mit Reis gekocht - hoffentlich bleibt’s drin.

Ansonsten gibt’s heute nicht wirklich was zu berichten - ist auch schon spät und ich hätte das Posten fast vergessen. Also gute Nacht + bis morgen.

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Sch…wetter

Author: Ridgeback
14.04.2008

dogtired

Was ist das denn nun wieder? Nachdem endlich mal ein bißchen Frühling stattgefunden hat nun wieder endlose Regenmassen bei 8°C. Da machen Hundespaziergänge dann nicht mal mehr uns Spass.

Na ja aber ich bin ja bestens ausgerüstet - wasserdichte, warme Jacke mit Kapuze und Gummistiefel. Übrigens die von Aigle - kann ich nur empfehlen - sind aus Kautschuk, also nix Schweißfüße, superbequem und weich, also nie Blasen und halten ewig obwohl ich sie null pflege. OK, in der Anschaffung sicherlich etwas teurer als die Angebote im Aldi aber ihr Geld allemal wert und man/und vor allem frau sieht auch nicht ganz so unsexy aus ;-)

Das beste an dem Wetter ist, daß man nicht so viele andere Menschen im Wald trifft und Kibu meist die ganze Zeit ohne Leine laufen kann. Und wenn er erst mal nass ist macht ihm der Regen auch nicht mehr so viel aus - es sei denn der Wind peitscht ihm die Tropfen in die Augen. Dann schnell zurück zum Auto und trocken rubbeln und zu Hause dann heißer Tee für mich und Couch für Kibu.

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Tonka

Author: Ridgeback
13.04.2008

TonkaHeute möchte ich hier etwas veröffentlichen, daß ich bereits kurz nach Tonkas Tod geschrieben habe:

TONKA, Rhodesian Ridgeback - Riesenpersönlichkeit
Größe: etwas zu klein, “Taschen-Ridgeback” - Gewicht: top Figur ein Leben lang (aber nie wirklich satt …)
Hobbies: Fressen / Fressen / Fressen - lange Spaziergaenge, kurze Spaziergaenge - bei beiden sich langsam zurueck fallen lassen, um dann in Ruhe Fressen zu können (es findet sich IMMER was) -auf einer Wiese in der Sonne liegen - auf der Balkonliege in der Sonne liegen -auf dem Sofa liegen -am Strand spielen und aufs Meer sehen -Bällchen finden (auch solche, die nicht mal mehr so aussehen wie Bällchen), sie behalten und wenn möglich auffressen -Kibu, den “kleinen Stinker” (mit dessen Anschaffung man zunächst ganz und gar nicht einverstanden war) zum Jagen animieren: ”guck mal da im Wald da ist was, lauf schon mal los, ich komm dann hinterher…” -fiepen – laenger fiepen – lauter fiepen – fiepen, bis die endlich verstehen, was man will UND ES AUCH TUN (z.B. Fressen, gestreichelt werden, zugedeckt werden) - dolle 5 Minuten bekommen und rumflitzen bis nichts mehr geht - andere Hunde attackieren, dabei möglichst keine Gelegenheit auslassen - lachen - bellen wenn es klingelt (auch im TV und vor allem, wenn man Hunger hat) - den Katzennapf leer trinken - den roten Feind beissen (ein Gummihandschuh zum Bürsten) - Küsse verteilen an diese netten Leute, die sich extra so tief vor einem verneigen - Auto fahren, die ganze Rückbank nur fuer mich, der Stinker kann hinten bleiben - überhaupt: immer dem Stinker zeigen, wer hier Chef ist - den Küchenboden ablecken (findet sich immer was, in JEDER Kueche) - auf dem Teppich räkeln und die Schnauze daran abwischen -unbeobachtet in die Bettdecke beissen und sie ausgiebig vollspeicheln - die geflochtenen Körbchenwaende langsam aber sicher bis zur Grundplatte hin abnagen, gut gegen Langeweile und danach gibts ein neues - nachts alle aus dem Bett werfen, weil man lieber draussen als drinnen die unverdaulichen Stöckchenreste auskotzt.

Tonka wurde 10 Jahre alt (und einen Monat). Am 16.03.1997 wurde sie geboren – am 17.04.2007 mussten wir sie einschläfern lassen. Sie hatte u.a. eine Lähmung des Gaumensegels, wahrscheinlich aufgrund eines Gehirntumors. 13 Tage zuvor fing sie plötzlich an zu husten und anfangs auch zu erbrechen (was bei ihr ja nicht unbedingt etwas ungewöhnliches war, da sie oft Dinge wie Rinde oder Holz zerkaute und verschluckte, die sie dann später kurzerhand wieder erbrach – eines ihrer “Hobbies”). Als das Husten jedoch auch am 2.Tag blieb und dabei ein weisser Schaum mit ausgeworfen wurde, fuhren wir zum Tierarzt. 1.Diagnose: Zwingerhusten. Das verwunderte uns, da sie doch gegen Zwingerhusten geimpft war und wir erfuhren, dass die Impfung nur zwei der insgesamt vier unterschiedlich existierenden Viren abdeckt. Tonka bekam also Antibiotika und wir waren darauf gefasst, dass sich unser Ridgebackrüde “Kibu” höchstwahrscheinlich bald anstecken würde.

Nach 4 Tagen Husten hatte Tonka plötzlich keine Kraft mehr in den Hinterbeinen – sie konnte nicht mehr gehen und einen Tag später auch nicht mehr länger stehen – beim Fressen brach sie vor ihrem Napf zusammen. Also fuhren wir wieder zum Tierarzt – Röntgen. 2.Diagnose: Lunge und Herz ok aber Spondylose an drei Wirbeln, wohl schon länger vorhanden – nun evtl. ein schmerzvoller Schub, ausgelöst durch das Husten… .

Der Verlauf der nächsten Tage war mehr oder weniger unverändert: mal dachten wir es wird besser, mal schlechter – mal konnte sie tatsächlich wieder ein paar Schritte in der Wohnung laufen, hustete kaum, erbrach überhaupt nicht mehr, dann war wieder alles um so schlimmer.

Kibu steckte sich jedenfalls nicht an, was die Zweifel am Zwingerhusten verstärkte.

Als nächstes, das wussten wir, käme nur noch eine Endoskopie in Frage, um zu sehen, ob sie evtl. doch etwas verschluckt hat, bzw. ob ein Tumor oder ähnliches vorhanden war. Hierzu war allerdings eine Narkose nötig, die die Tierärzte fuer nicht ungefährlich hielten, da Tonka erst kurz zuvor unter Narkose ein Auge entfernt werden musste – ein grosser Eingriff also - und sie zudem ja bereits recht geschwächt war durch den Krankheitsverlauf.

Dieses sollte ihr letzter Tierarzttermin werden: zunächst wurde sie ohne, dann mit Kontrastmittel geröntgt und es sah tatsächlich so aus, als ob etwas in ihrem Hals steckte – eine Art Stöckchen oder so.Wir alle, auch der Tierarzt, waren so erleichtert! Sie bekam eine leichte Narkose, das Endoskop wurde eingeführt und man konnte sehen, dass doch nichts in ihrem Hals steckte – das, was zuvor so aussah wie ein Stöckchen war Speichel verbunden mit Kontrastmittel. Eine Weile später konnte man aber sehen, dass das Gaumensegel nicht reagierte. Normalerweise verhindert dies, dass beim Schlucken etwas in die Lunge gerät, d.h. es öffnet sich beim Atmen und schliesst sich beim Schlucken und genau das tat es bei Tonka nicht mehr ausreichend. Dann konnte man auch sehen, dass das Kontrastmittel, das zuvor beim Roentgen gegeben wurde ebenfalls in ihre Lunge gelaufen war (sie hatte es nicht mal mehr abgehustet).

Auf Rat des Tierarztes und auch nach dem, was uns unser eigener Verstand sagte, war es das gnädigste, sie direkt einzuschläfern. Wir mussten es schnell entscheiden, da Tonka bereits wieder leicht wach wurde und es überfluessig grausam gewesen waere, sie erst noch einmal wach werden zu lassen nur, um sie dann einschläfern zu lassen.

Es war furchtbar – Minuten zuvor noch grosse Erleichterung und Hoffnung, nun genau das Gegenteil… .

Also wurde die Narkose nochmals leicht erhöht und schliesslich das Mittel zum Einschläfern gegeben. Tonka starb schnell und friedlich. Da sie ein sehr feinfühliger Hund war sind wir froh, dass niemand von uns vorher wusste, dass es so kommen würde: hätte einer von uns vorher geweint wäre sie total verunsichert gewesen – so hatte sie als letztes vor der Narkose unsere Erleichterung und Hoffnung gespürt.

Dass es danach für uns um so unfassbarer war und dass ” Kibu” sie suchte und immer noch sucht und dass hier jetzt fast nichts mehr so ist, wie es war und dass sie uns so sehr fehlt – das alles kann sich wohl jeder vorstellen, der jemals mit einem geliebten Hund gelebt hat.

Da wir leider keinen Garten haben in dem wir Tonka hätten beerdigen können, entschieden wir uns dafuer, sie einäschern zu lassen.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich das Haustierkrematorium “SHCN” in Roermond loben, sowie Herrn Berthold Beyers, der Tonka bei unserem Tierarzt abholte, aufbewahrte, zum Krematorium transportierte und nette und ehrliche Worte fuer uns fand. Die freundliche, helle Atmosphaere, sehr nette, verständnisvolle Mitarbeiter (die von “Tonka” und nicht von “ihrem Tier” oder ähnlichem redeten) und die Möglichkeit, nochmals in aller Ruhe in einem eigenen Raum von dem, liebevoll in ein Koerbchen gelegten, toten Tier Abschied nehmen zu können, machen es einem so leicht wie nur möglich und sind zudem auch eine Art Trost. Ausserdem hat man die Möglichkeit sich vorab den Ofen zeigen zu lassen und sein Tier auch bis dort hin zu begleiten und eben dort nach circa 1,5 Stunden auch wieder die Asche in Empfang zu nehmen wenn man dies möchte.

Die anderthalb Stunden haben wir dazu genutzt, in einem nahe gelegenen Park spazieren zu gehen und uns an Tonka zu erinnern und schliesslich haben wir ihre Asche mit nach Hause genommen. Sie steht jetzt in einem Regal über ihrem Körbchen, das wir noch ein Weilchen stehen lassen wollen. Letztlich werden wir sie wohl irgendwann einmal verstreuen – entweder in einem bis dahin vorhandenen eigenen Garten oder an einem ihrer Lieblingsplätze.

Nochmals zurück zu Tonkas Krankheit: Am letzten Tag war das erste, was der Tierarzt sagte als er sie sah, dass sie aussehe als ob sie einen Gehirntumor hätte – ihre Schädeldecke sei beidseitig leicht eingefallen. Ich persönlich konnte das nicht feststellen – durch das relativ kurz zuvor entfernte Auge war ihr Gesicht sowieso total verändert und die leere Augenhöhle eingefallen. Aber angesichts der Lähmung des Gaumensegels, die ja auch irgendwo ihren Ursprung haben musste, angesichts der Schwäche oder eben auch Lähmung der Hinterbeine und - im nachhinein auch angesichts der Netzhautblutung ihres linken Auges Anfang des Jahres, kommt es uns (Laien) sehr wahrscheinlich vor, dass tatsächlich ein Gehirntumor Verursacher all dieser Symptome gewesen sein koennte. Vielleicht hätten wir sie noch obduzieren lassen sollen – es wäre sicherlich inetressant und vielleicht auch wichtig zu wissen gewesen aber erstens haben wir in dem Moment nicht daran gedacht und zweitens: wie brutal waere es gewesen, festzustellen, dass evtl. doch nur eine relative Kleinigkeit hinter all dem steckte, die irgendwie zu kurieren gewesen wäre…? Ein ganz leiser Zweifel nagt, wohl weil man es auch nicht wahr haben will, dass der Hund mit dem man noch 2 Wochen zuvor grosse Spaziergänge gemacht hat und der quasi bis zuletzt auch noch immer gern und gierig gefressen hat, plötzlich eingeschläfert werden muss. Andererseits war sie 10 Jahre, hatte schon länger leichtes Rheuma, in letzter Zeit immer wieder Zahnwurzelentzündungen, einige Male Hautkrebs seit sie sieben Jahre alt war - aber man vergass das leicht, weil sie eben bis zuletzt absolut lebendig war – sie war nie ein “alter” Hund obwohl sie realistisch gesehen schon recht alt für einen Ridgeback war… .

Noch am vorletzten Abend habe ich mit ihr “Spökes” gemacht: immer wenn sie diesen weissen Schaum aushustete haben wir ihn weg gewischt, weil sie ansonsten sofort versuchte, ihn wieder hinunter zu schlucken und dann nur noch mehr husten musste. An dem Abend biss sie spielerisch in das Tempo-Tuch, mit dem ich ihn weg wischte – so wie sie sonst auch gern mal in den Gummihandschuh nach dem Bürsten gebissen hat (ihr”roter Feind”). Ich nahm also das Tempo-Tuch, stülpte es über meine Hand und tat so als ob es spricht – Tonka bekam daraufhin ihren welpigen Schalk-im-Nacken-Blick, stellte die Ohren auf, legte den Kopf schief, wedelte und versuchte nun erst recht in das Tuch zu beissen und so weiter. Erst von ihrem letzten Abend an ging es ihr sichtlich nicht mehr gut.

Wir denken ihre Zeit war irgendwie einfach abgelaufen und im Nachhinein nahmen wir dann auch die anderen Anzeichen hierfür wahr. Angesichts dessen, dass es immer unfassbar und unendlich schwer ist wenn jemand stirbt und für immer fort ist denken wir aber, dass alles so, wie es gekommen ist noch der einfachste und beste Weg für uns alle war.

Wo immer Du jetzt bist Tonka: DANKE, dass du bei uns warst - wir haben einiges in puncto Lebensfreude von Dir lernen können!

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…wenig Zeit…

Author: Ridgeback
12.04.2008

TrinkbaumGestern habe ich ganz vergessen zu posten…Also: Wir haben wieder einen laaangen Spaziergang gemacht. Unter anderem kamen wir an so alten Bäumen vorbei, in deren Stämmen sich das Regenwasser in kleinen Becken sammelt. Dies sind Kibus bevorzugte Trinkplätze. Tonka hatte solche Bäume irgendwann als Welpe entdeckt und Kibu dann später quasi beigebracht, wie Hund sie findet.

Kibu rennt also schon mal vorab los - zu den “Trinkbäumen” und weiter, zu einem mit Wurzel umgekippten Baum (Kyrillopfer). In dem entstandenen Wurzelloch in der Erde läßt es sich super buddeln und verstecken und an den, waagerecht in der Luft stehenden, Wurzeln kann er sich prima schubbeln. Er flitzt also so hin und her und plötzlich rennt knapp neben ihm ein unglaublich großes Reh los und er steht starr vor Schreck und ich denke noch “hoffentlich rennt er nicht hinterher”… . Als Jagdhund läßt man sich solch eine Gelegenheit ja schließlich nicht gern entgehen. Mir blieb mal wieder das Herz stehen, denkt man doch immer gleich an diese bekloppten Jäger… .

Schade, daß hier noch niemand anderes postet - ich würde mich gerne mal zu diesem Thema austauschen. Ich habe übrigens durchaus auch schon relativ “nette” Jäger kennengelernt - aber anfreunden kann ich mich mit dieser ganzen Jagdidee absolut nicht. Ich meine, wie muß man drauf sein wenn man Spaß daran hat, zu töten? Wenn DAS meine “Sportart” ist, die ich mir für fette Kohle pachte?

Na ja, ich habe Kibu dann vorsichtshalber mal angeleint und auch eine ganze Weile an der Leine gelassen. Schade, denn so hat er natürlich weniger Auslauf als sonst.

So, da ich jetzt weg muß und heute ausnahmsweise mal komplett ohne Hund unterwegs bin poste ich erst morgen wieder was Neues ins “Hundetagebuch”.

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Happy Birthday!

Author: Ridgeback
10.04.2008

Heute ist Herrchens Geburtstag und nachmittags haben wir zur Feier des Tages einen langen Spaziergang in der Frühlingssonne gemacht. Dabei haben wir eine nette Mischlingshündin getroffen - 4 Jahre alt und ganz nach Kibus Geschmack. Mit der hat er dann kurz gespielt, sie ausgiebig beschnüffelt und ordentlich besabbelt und weiter ging’s.

Zur Feier des Tages hat Kibu sich dann eine Portion “schwarze Bonbons” (Schafsch…) gegönnt - Klasse! Der ganze Weg lag voll - egal, welche Richtung wir einschlugen und für Kibu war’s ein Festessen.

Zum Glück war weit und breit kein Schuss zu hören oder irgendetwas, das sich ähnlich anhört, wie es nämlich gestern nachmittag und heute morgen der Fall war. Seit Herbst letzten Jahres hat Kibu plötzlich eine Höllenangst davor. Das letzte Silvester war eine Katastrophe - vor allem die unerwarteten, vereinzelten Knaller davor und danach. Leider sind hier auch extrem viele Jäger unterwegs und die finden ja bekanntlich meistens was zum rumknallen… .

So, aufgrund des Geburtstages fällt mein Eintrag heute also recht kurz aus - vielleicht wird’s morgen wieder mehr.

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Yummy!

Author: Ridgeback
09.04.2008

Kleines Kötzerchen heute morgen um 7:00 Uhr - erst Frühstück (lecker Lamm+Reis Trockenfutter von Hills), dann direkt draussen auf dem Balkon eine ordentliche Portion kaltes Wasser getrunken und zack - alles wieder raus. Direkt auf die Bodenplatte des Katzenkratzbaums - jawoll.

Ich konnte dann, noch halb im Schlaf und dürftig bekleidet bei knapp über Null Grad, zusehen, wie ich den Kratzbaum vor dem Schlimmsten rette… . Kibu hat sich derweil ein wenig im Warmen ausgeruht und als ich dann endlich soweit war hat er natürlich eine neue Portion eingefordert - nicht, daß da Mißverständnisse entstehen, es war ja schließlich nur ein ungewolltes Versehen, ein kleines Missgeschick.

Gegen halb zehn haben wir dann unsere Runde gedreht, diesmal nur relativ kurz weil ich noch einen anderen Termin hatte aber gleich, am späten Nachmittag gibts ja noch mal eine Gassirunde und die fällt dann etwas länger aus.

Kibu bekommt übrigens schon sein Leben lang drei mal am Tag Futter und ich bin gerade dabei, ihn sogar auf vier mal pro Tag umzustellen weil er morgens oft Magenknurren vor Hunger hat. Er bekommt dann um circa 22:00 Uhr die letzte und morgens um 7 die erste Mahlzeit. Früher habe ich meine Hunde (mittelgroße Mischlinge) nur 1 x am Tag gefüttert aber da Ridgebacks ja eine recht große Rasse sind und ich das Risiko einer Magendrehung nicht eingehen wollte, bin ich dem Rat meines Tierarztes gefolgt und immer gut damit gefahren.

Ich habe letztens in einem anderen Forum von irgendsoeiner wissenschaftlichen Untersuchung gelesen, die besagte, daß man das Risiko einer Magendrehung außerdem durch Zugabe von Gekochtem minimieren kann. Macht meiner Meinung nach Sinn, da leichter verdaulich aber man muß wiederum aufpassen, daß die Gesamtmenge nicht zu groß wird pro Portion… . Eigentlich hatte ich da Informationen zum Thema “B.A.R.F.en” gesucht. Ich denke aber es macht nicht wirklich Sinn, einen 8 Jahre alten Hund, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von 9-11 Jahren hat, jetzt noch umzustellen. Zudem ist es auch kein Vergnügen, für einen so großen Hund - Kibu wiegt 43 kg - ständig die Beilagen zum aufgetauten Fleisch kochen zu müssen (- koche ich doch oft genug nicht einmal für mich).

Kibu bekommt in aller Regel also Trockenfutter, mit ein wenig Abwechselung der Sorten, meist aber mittlerweile “Senior Large Breed” von Hills und ab und zu mal was Gekochtes oder eine Dose - vorzugsweise “Pansen Pur” von Rinti. Wenn wir Reste von Nudeln, Kartoffeln, Reis o.ä. übrig haben bekommt er die auch und wenn’s besonders gut für ihn läuft dann sitzt auch mal ein Ei drin - roh oder gekocht. Bei Verdauungsproblemen gibt’s das obligatorische gekochte Huhn mit Reis. Zudem sucht er sich bei Spaziergängen was er noch so braucht oder halt mag: Gras, Erde, Wurzeln und ja, wenn man nicht aufpasst, leider auch mal sowas wie Pferdeäpfel und andere, für uns eher unappetitliche Hinterlassenschaften. Ich denke aber das ist normal.

So, genug Appetitanregendes für heute :-)

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Endlich Frühling!?

Author: Ridgeback
08.04.2008

So, ich will diesen Blog jetzt mal zum Leben erwecken indem ich ihn einfach mal als mein “Hundetagebuch” nutze. Vielleicht finden sich ja über kurz oder lang auch ein paar Gleichgesinnte, mit denen ich mich hier austauschen und evtl. auch gelegentlich mal zusammen Gassigehn kann.

Also: mein Hund ist “Kibu”, ein mittlerweile 8-jähriger Rhodesian Ridgeback Rüde und natürlich: DER BESTE HUND DER WELT ;-) Ich habe ihn kurz nach seiner Geburt bei seiner Züchterin kennengelernt. Von all den Welpen kam damals nur ein Rüde in Frage weil wir bereits eine Ridgeback Hündin “Tonka” hatten, die sich nicht unbedingt mit anderen Hündinnen verstand. Die Auswahl fiel schwer - also traf unsere Züchetrin eine charakterlich sinnvolle Vorauswahl und aus dieser Vorauswahl entschied sich schließlich Iokibu (wie er richtig heißt) für uns: er setzte sich vor uns hin und gab uns die Pfote drauf - damit war es entschieden. Seitdem lebt er also mit uns - im letzten Jahr haben wir dann leider unsere Hündin “Tonka” im Alter von 10 Jahren einschläfern lassen müssen und jetzt ist Kibu “Einzelkind”.

Heute, wie auch an so ziemlich jedem anderen Tag, haben wir einen ausgedehnten Waldspaziergang gemacht und die Sonne genossen. Endlich Frühling! Leider haben wir keine Hündin zum Spielen und Vollsabbern getroffen - nur diesen Bordeauxdoggerüden, den ich sooo schön finde aber bei dem Kibu sofort der Kamm schwillt… . Der begegnet uns häufig in diesem Waldgebiet und scheint mit seinem Herrchen ebenfalls täglich lange Strecken zu laufen aber leider ist, dank meines Rüpelrüden, an gemeinsame Wanderungen nicht einmal zu denken.

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